Zentrale Buskoordination

Für alle, die am 16. Oktober Busanreisen planen, gibt es eine zentrale Buskoordination. Da die Aufmarschpunkte der Neonazis quer durch die Stadt verteilt sind, wird es am Tag selbst von Vorteil sein, mit aktuellen Infos und einer Anfahrtsempfehlung ins Stadtgebiet zu kommen. Die Buskoordination erreicht ihr per email:

busnachleipzig (ät) gmx.de

Wenn ihr nach Leipzig kommen wollt, aber noch nicht wisst wie, dann meldet Euch bei organisierten Trägern und Strukturen wie Gewerkschaften, Kirchen und Parteigruppen in Eurer Stadt und regt dort die Organisation einer gemeinsamen Busfahrt an. Zusammen fahren ist einfacher und angenehmer, als alleine nach Leipzig zu kommen!

Protestvorbereitungen

Die Vorbereitungen des Aktionsnetzwerkes Leipzig nimmt Platz schreiten voran. Unter der Leitlinie “Wir werden die Nazis keinen Meter laufen lassen” wurden mittlerweile Konzepte für alle vier Aufmarschorte entwickelt. In Kürze werden wir an dieser Stelle Orientierungen geben. Auch für mögliche neue Anmeldungen der Neonazis sind wir gerüstet und brauchen dazu eure praktische Unterstützung!
Für Menschen von außerhalb, die unseren Protest unterstützen wollen, bieten wir zudem eine Anreisekoordination an. Wir laden explizit ein am 16.10.2010 nach Leipzig zu kommen und den Nazis den Feldversuch für ihren Großaufmarsch am 19.2.2011 in Dresden gehörig zu vermiesen. Wir werden uns immer und überall gegen menschenverachtende Denk- und Handlungsweisen wehren!
Für   » weiterlesen…

Eine geht noch: NS-Anmeldung Nr. 4 eingegangen, Route durch den alternativen Stadtteil Connewitz

Eben noch im Scherz gesagt und jetzt schon wahr: die organisierenden Neonazis haben Anmeldung Nr. 4 bei der Versammlungsstelle eingereicht. Der anvisierte Streckverlauf: Start am Bruno-Plache-Stadion, über Marienbrunn (Connewitzer, Probstheidaer und Zwickauer Straße) über Dankwartstraße, Liechtensteinstraße nach Connewitz die Bornaische Straße entlang, von dort über die Karl-Liebknecht-Straße über den Petersteinweg bis zum Martin-Luther-Ring.
Das Motto der Demonstration “Gegen linksradikale Hetze durch Roter Stern Leipzig” fällt aus dem Duktus der übrigen drei Aufmärsche heraus.
Anmelder diesmal ist Enrico Böhm. Er kandidierte – ebenso erfolglos wie Naumann und Repaczki – auf der NPD-Liste für den Leipziger Stadtrat im vergangenen Jahr. Böhm   » weiterlesen…

Hintergrund: Entwicklung der nationalsozialistischen Szene in Leipzig

Ein Blick auf Entstehung und Selbstverständnis der “neonationalsozialistischen Jugendbewegung“ (Update 21.9.2010)

Über was/ wen sprechen wir?

Sich stark an den Berliner und Dortmunder Wurzeln der sich popkulturell gebenden Jugendbewegung der „Autonomen Nationalisten“ orientierend traten die Leipziger „freien“ Neonazis 2007 erstmals öffentlich in Erscheinung, Sie imitier(t)en das, was seit etwa 2002 von der Berliner Kameradschaft Tor als Stil geprägt wurde: eine aktionistische Ausrichtung, ein moderner Stil in der Propaganda-Praxis (etwa Graffiti-Schriftzüge auf Transparenten, Aufklebern und Plakaten) und im Auftreten (in Anleihe an den von der radikalen Linken geprägten „Black-Block-Style“), Kommunikation und Präsentation im Internet und der Verzicht auf eine zu formale   » weiterlesen…

PM 21.9.2010

Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft Leipzigerinnen und Leipziger auf: Bitte nehmen Sie erneut Platz! Leipziger Erklärung 2010 online unterstützen

Um die für den 16.10. in Leipzig angemeldeten Neonazidemonstrationen zu verhindern, hat sich das Aktionsnetzwerk “Leipzig nimmt Platz” erneut und erweitert zusammengefunden. Zahlreiche zivilgesellschaftliche, kulturelle, religiöse und antifaschistische Gruppen und Initiativen, Parteien und Gewerkschaften rufen dazu auf, am 16.10. gewaltfrei gegen die inzwischen 3 Neonazidemonstrationen auf die Straßen zu gehen.

“Wir können nicht schweigend zusehen, wenn die Neonazis am 16.10. ihre antisemitische und rassistische Ideologie auf die Straße tragen wollen. Zivilgesellschaftlicher Protest ist richtig und wichtig. In   » weiterlesen…

Details zu Nazi-Aufmarsch Nr. 3 bekannt

Der innerhalb von Nazi-Kreisen immer wieder geforderte “Sternmarsch”, der die Möglichkeiten von Polizei und Zivilgesellschaft einengen soll, hat seit Freitag seinen dritten Arm bekommen.

Angemeldet von Maik Scheffler (Delitzsch, Aktionsbündnis Nordsachsen, NPD Nordsachsen, ehemals Freies Netz) soll sich 600 Neonazis am 16.10. am Rathaus Wahren zusammenfinden. Von dort soll es über die Georg-Schumannstraße zu einer Zwischenkundgebung an der Arbeitsagentur gehen. Dann weiter über die Eutritzscher Straße/ Gerberstraße zum Bahnhofsvorplatz.

Der Zeitraum wurde analog zu den anderen beiden Aufmärschen von 12 bis 20 Uhr gesetzt.

Gleich 3 Nazi-Aufmärsche am 16. Oktober

Seit Freitag bewerben die sogenannten “Nationalen Aktivisten” gleich drei Aufmärsche im Leipziger Stadtgebiet. Nach “Gegen Polizeiwillkür und staatliche Gewalt” und “Kapitalismus abschalten – Zinsherrschaft brechen” kommt nun “Zukunft statt Krisenzeiten”. Wir sind gespannt, wieviele Anmeldungen sie den Menschen in der Stadt noch auftischen wollen.

Die Anmeldenden in diesem Jahr sind übrigens keine Unbekannten. Tommy Naumann, Vorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten in Sachsen, war bereits Anmelder des Standmarschs am 17.10. vergangenen Jahres. Dieser wurde durch die Polizei aufgelöst, nachdem die Einsatzkräfte durch Neonazis angegriffen worden waren. Kraft seines Amtes ist er ebenso Mitglied im Vorsitz der   » weiterlesen…

PM 10. September 2010

Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ plant Aktionen gegen Naziaufmärsche am 16.10.2010 – Vielfältige, friedliche, entschlossene Widersetzaktionen gegen die Verbreitung menschenverachtender Ideologien geplant

Mehr als 40 Menschen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedensten gesellschaftlichen, kulturellen, religiösen, politischen und antifaschistischen Initiativen und Vereinigungen fanden sich am 9.9.2010 zu einem ersten Koordinationstreffen zusammen. Gemeinsam diskutierten sie über das Vorgehen gegen die am 16.10.2010 geplanten Naziaufmärsche.

Einstimmig wurde beschlossen, sich den Neonazis zu widersetzen und ihnen damit wie vor einem Jahr nicht die Straße zu überlassen. Am 17.10.2009 verhinderten mehrere tausend Menschen in Leipzig den Start des Aufzuges der   » weiterlesen…

Update: Leipziger Neonazis kündigen Doppel-Aufmarsch am 16. Oktober 2010 an

Vor einem Jahr kamen 1.384 von ihnen nach Leipzig, um für ihr “Recht auf Zukunft” zu demonstrieren. Damals blockierte ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis den geplanten Aufmarsch der Neonazis im Leipziger Nordosten. Nun wollen sie erneut versuchen, durch die Messestadt zu laufen – mit zwei Demonstrationen: eine “Gegen Polizeiwillkür und staatliche Gewalt” ab Plagwitz – Engertstrasse/ Karl-Heine-Straße über Käthe-Kollwitz-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Jahnallee, Ranstädter Steinweg und Tröndlinring bis zum Hauptbahnhof) und eine zweite “Kapitalismus abschalten – Zinsherrschaft brechen” ab Hauptbahnhof über Tröndlinring, Goerdelerring, Dittrichring, Martin-Luther-Ring, Roßplatz, Augustusplatz und Georgiring zum Hauptbahnhof.   » weiterlesen…

Dem Naziaufmarsch am 4.9. in Dortmund entgegentreten!

Tickets für Bus von Leipzig nach Dresden erhältlich! Info-Veranstaltung am 26.8.2010 20 Uhr im Conne Island, Koburger Strasse 3

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Seit 2005 versuchen die Neonazis jährlich mehr oder weniger geschickt die Geschichte um zudrehen und berichten von einem angeblichen Angriffs Polens am 1.9.1939 auf Deutschland. Die Opferrolle ist hier genau wie bei den jährliche Protesten in Dresden eine geschickte Masche um in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und viele Menschen auf die Straße zu ziehen. Ebenfalls wird wie in Dresden auch hier mit Nationalisten anderer Länder zusammengearbeitet, welche auch dieses Jahr wieder versuchen werden am 4.9. nach Dortmund zu   » weiterlesen…