PM: Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft zur Teilnahme an Demonstration „Solidarität mit Geflüchteten – Für ein besseres gemeinsames Leben“ am 28.02.2015 in Dresden auf – Gemeinsame Anreise aus Leipzig

Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft zur Teilnahme an der bundesweiten Demonstration „Solidarität mit Geflüchteten – Für ein besseres gemeinsames Leben“ auf, die am kommenden Samstag, den 28.02.2015, in Dresden stattfindet. In Zeiten der rassistischen Mobilisierung soll hiermit ein Zeichen für eine solidarische und offene Gesellschaft gesetzt werden. Die antirassistische Demonstration wird von selbstorganisierten Geflüchteten und antirassistischen Initiativen organisiert.

Seit mehreren Wochen sind in Leipzig zahlreiche Menschen auf der Straße, um sich Legida zu widersetzen. Es ist offensichtlich, dass Legida an Dynamik verloren hat und die rassistischen Demonstrationen an Teilnehmer_innen verlieren. Diese Entwicklung, die anfangs keineswegs absehbar war, stimmt positiv. Doch ist festzuhalten, dass die rassistische Stimmung, die Pegida und deren Ableger hervorbrachte, auch nach dem Niedergang dieser Bewegung fortbestehen wird. „Da die Grundstimmung, auf der Legida basiert, weiter bestehen wird, gilt es mit eigenen Forderungen wie dem selbstbestimmten Wohnen den rassistische Konsens zu brechen“, so Juliane Nagel, Sprecherin des Aktionsnetzwerkes. Die Demonstration „Solidarität mit Geflüchteten – Für ein besseres gemeinsames Leben“ bietet hierzu eine Gelegenheit. So fordern die selbstorganisierten Geflüchteten beispielsweise eine Unterbringung in Wohnungen statt in Lagern oder ein Abschiebestopp im Winter.

28. Februar 2015, 14 Uhr, Dresden

Seit dem Beginn der Pegida-Demonstrationen haben die Übergriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte, die schon seit 2012 eine stark steigende Tendenz aufweisen, nochmals zugenommen. Hierdurch wird deutlich, dass im Besonderen Geflüchtete durch die rassistischen Demonstrationen betroffen sind. Hierzu Juliane Nagel: „Der Protest gegen Legida, der immer ein Engagement für eine Stadt für alle war, fand stets auch in Solidarität mit Geflüchteten statt.“ In dieser Situation kam es beispielsweise auch zur Gründung von Initiativen wie „Willkommen im Kiez“, die sich für die dezentrale Unterbringung von Geflüchteten im Leipziger Westen und gegen den Ausbau der Torgauer Straße einsetzt.

Das „Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz“ ruft daher zur Teilnahme an der bundesweiten Demonstration „Solidarität mit Geflüchteten – Für ein besseres gemeinsames Leben“ auf. Von Leipzig aus gibt es eine Bus-Anreise: Bustickets ab 8 Euro (Solidaritätsticket 15 Euro) und weitere Informationen gibt es im El Libro, Lazy Dog, Vleischerei und im StuRa. Für Menschen, welche die Demonstration finanziell unterstützen möchten, gibt es Informationen zu Spendenmöglichkeiten auf der Webseite http://feb28.net.