Leipzig nimmt Platz resümiert Proteste gegen Nazikundgebung am 17.8. in Leipzig

Lautstark und bestimmt richteten an die 200 Menschen in Leipzig ihren Protest gegen die rassistische Kundgebung der NPD am Samstag in Leipzig.
Die Nazipartei versammelte lediglich maximal 50 AnhängerInnen, davon ein Großteil von außerhalb.

„Wir sind zufrieden mit dem Verlauf des Tages. Mit lautstarken Rufen, Redebeiträgen und einem Auftritt der Satire-Gruppe Apfelfront konnten wir den Nazis hörbar zeigen was wir von ihrer rassistischen Hetze halten.“ so das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz.

Die NPD hatte am 17.8. zum wiederholten Mal eine Kundgebung vor der Al-Rahman-Moscheegemeinde abgehalten. Damit versuchen sie den Islam als Projektionsfläche für ihre rassistische Weltanschauung zu nutzen.

Das Aktionsnetzwerk machte heute unmissverständlich klar, dass Muslima zur Leipziger Stadtgesellschaft gehören wie auch AnhängerInnen anderer Religionen oder AtheistInnen. Die Strategie der NPD ist es mit ihrer Propaganda gegen eine vermeintliche Islamisierung Deutschlands rassistische Stereotype anzufeuern. „Wir dürfen den Nazis nicht den öffentlichen Raum überlassen, müssen aber auch gegen in der Gesellschaft verbreitete rassistische Denkweisen arbeiten.“ so das Aktionsnetzwerk.

Enttäuscht zeigen sich die OrganisatorInnen über die geringe Zahl an Menschen, die sich am 17.8. gegen die Nazis auf die Straße bewegt haben und darüber, dass kein offizieller Vertreter oder Vertreterin der Stadt Leipzig präsent waren.

„Wir hoffen, dass sich beim nächsten Mal, wenn Nazis in Leipzig aufmarschieren wollen, mehr Leute dazu bewegen lassen Flagge für eine Stadt zu zeigen, in der MigrantInnen willkommen sind und Diskriminierung und Ausgrenzung hier keinen Platz haben.“

Pressemitteilung, 17.8.2013


Presse:

Nur wenige NPD-Anhänger protestieren vor Leipziger Moschee – Imam verurteilt Aufmarsch, LVZ-online, 17.8.2013
NPD-Kundgebung in Leipzig: 150 Menschen bei Gegendemonstration, L-iz, 17.8.2013