PM: 30. März – Legida goes Nazirap – Fanatischer Islamhasser als Redner

Aktionsnetzwerk ruft zu Protest auf – Kundgebung in echter Hör- und Sichtweite angemeldet

Auch am kommenden Montag will die nationalistische Gruppierung Legida in Leipzig marschieren. So wird wie gehabt 19 Uhr zum „Spaziergang“ auf den Augustusplatz aufgerufen.

Als besondere „Höhepunke“ werden diesmal Islamhasser Michael Mannheimer und – nach eigenem Bekunden – der rechtsaußen Musik-Act “A3stus” erwartet. Dessen Frontrapper Patrick Killat, der über vielfältige Kontakte in die Berliner und Brandenburger Naziszene verfügt, erlangte fragwürdige Bekanntheit durch ein antisemitisches und rassistisches Musikvideo, das er mit “Kameraden” vor dem Flüchtlingsheim in Marzahn-Hellersdorf drehte. Im Text des besagten Liedes heißt es: “Neuer deutscher Widerstand … Wir gehen auf die Straße, um das System zu stürzen.”
Redner Michael Mannheimer, selbst Anhänger einen radikalen Kleinstgruppierung mit christlich-fundamentalistischer Ideologie, fiel in der Vergangenheit durch äußerst aggressive islamfeindliche und rassistische Äußerungen an der Schwelle zur Volksverhetzung auf. Er hatte mehrfach zum bewaffneten Widerstand „nach Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz“ aufgerufen.

„Wer vor dem Hintergrund der jeden Montag von der Bühne vorgetragenen kruden Weltsicht und dem nun präsentierten Lineup aus Nazis und fanatischen Islamhassern noch immer behauptet, Legida sei harmlos und bündele ´berechtigte Sorgen und Ängste´, dem ist nicht mehr zu helfen.“ so Juliane Nagel für das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz. „Legida radikalisiert sich offenkundig und schafft eine öffentliche Plattform für unverhohlene rassistische und antidemokratische Hetze .“

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz ruft für den kommenden Montag wieder zu Protest auf. Das Aktionsnetzwerk hat eine Kundgebung in Hör- und Sichtweite der Legida-Aufzugsstrecke, nämlich am Wintergartenhochhaus, angemeldet.

„In den vergangenen Wochen ist immer wieder dieselbe Szenerie zu beobachten: Protest gegen Legida wird abgedrängt und behindert. Wir wollen am kommenden Montag unseren Widerspruch gegen die marschierenden RassistInnen und NationalistInnen unmittelbar in Hör- und vor allem Sichtweite äußern. Dies ist unser demokratisches Recht.“ so Juliane Nagel abschließend.

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