Über 400 Menschen in Leipzig vermiesen NPD die Tour. Lautstarke Proteste gegen Deutschlandfahrt in Leipzig

Am Dienstag, den 07.08.2012 haben über 400 Menschen gegen die sogenannte NPD-Deutschlandfahrt in der Leipziger Innenstadt protestiert. Ab 11 Uhr wurde das „Flaggschiff“ auf der Goethestraße umzingelt.

Das Aktionsnetzwerk hatte dazu aufgerufen, kreativ und entschlossen vor Ort zu sein und deutlich zu machen, dass Nazis in Leipzig keinen Platz finden. Ausgestattet mit zahlreichen Pfeifen wurde eine lautstarke Kulisse erzeugt, sodass die NPD nicht ungehindert ihre Kundgebung abhalten konnte.

Dazu Frank Franke vom Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz: „Trotz einer sehr kurzen Mobilisierungsphase haben die Leipzigerinnen und Leipziger deutlich gemacht, dass die NPD in Leipzig nicht willkommen ist und haben ein Zeichen für Weltoffenheit und Demokratie gesetzt. Das ist ein großer Erfolg. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass die NPD nur ein Teil des Problems ist. Menschenfeindliche Vorurteile gibt es bis hinein in der Mitte der Gesellschaft.“

Die vom Aktionsnetzwerk angemeldete Kundgebung und die folgende Spontandemonstration blieben friedlich.

Sehr kritisch sieht das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz, dass die vorab veröffentliche zeitliche Beschränkung der NPD auf 60 Minuten nicht eingehalten wurde. Scheinbar hatte das Ordnungsamt eine andere Taktik verfolgt. Für „Leipzig nimmt Platz“ ist dies nicht hinnehmbar. Das Aktionsnetzwerk fordert daher eine Aufarbeitung des Geschehens von Seiten der Stadt und eine Erklärung warum der NPD eine Verlängerung gestattet wurde. Auch der Einsatz von Lautsprechern wäre bei den Anwesenden maximal 20 Nazis unverhältnismäßig gewesen.

Pressemitteilung vom 7.8.12

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