Anschlag auf Café Knicklicht in der Dresdner Straße

Anschlag auf Café Knicklicht in der Dresdner Straße
– Bündnis 17. Oktober lässt sich nicht einschüchtern!

In der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober wurden zwei Schaufenster-Scheiben des Kulturcafés Knicklicht in der Dresdner Straße 79 zerstört.

Das Café Knicklicht ist Partner des “Bündnis 17. Oktober”, das zu vielfältigen und gewaltfreien Aktionen gegen den Aufmarsch der Nationalen Sozialisten am 17.10.2009 mobilisiert. Die Räumlichkeiten des Café Knicklicht sind unmittelbar an der genehmigten Aufmarschroute der Neonazis gelegen.

“Wir lassen uns nicht einschüchtern!”, so die PressesprecherInnen des Bündnisses Juliane Nagel und Stefan Kausch. “An vielen Orten im Leipziger Osten werden 17.10. Veranstaltungen und friedliche Widersetzaktionen gegen   » weiterlesen…

„Recht auf Zukunft“? Leipziger Neonazis auf dem Weg in die Vergangenheit

Beitrag in der Leipziger Internetzeitung vom 7. Oktober 09


Nach einer Bündnisveranstaltung am 05.12.2008 auf dem Lindenauer Markt veranstalteten einige Neonazis kurzerhand eine Mahnwache vor dem benachbarten NPD-Zentrum Odermannstraße 8.
Foto: Patrick Limbach

Am 17.10. möchten Neonazis durch den Leipziger Osten und die City marschieren. Wenn sie nicht auf Demos gehen, stehen manche in der Fankurve das Bruno-Plache-Stadions, machen Partei-Arbeit oder betreiben Webportale. Was sich tatsächlich hinter unverfänglich klingenden Forderungen nach “Gemeinschaft”, “Gerechtigkeit”, “Freiheit” und “Selbstbestimmung” verbirgt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des braunen Leipziger Sumpfs.

zum Artikel

Sonntag, 11. Oktober – Aktionstraining

Proben für “Leipzig nimmt Platz”

Zeit: Sonntag, 11. Oktober, ab 11.30 Uhr
Ort: Kulturcafé Knicklicht, Dresdner Straße 79, 04317 Leipzig


Größere Kartenansicht

Für den 17. Oktober haben Neonazis im Leipziger Osten eine Demonstration unter dem Motto “Recht auf Zukunft” angemeldet. Das stadtweite Bündnis “17. Oktober” ruft dazu auf, den Aufmarsch zu verhindern. Es gibt viele Möglichkeiten, sich kreativ und gewaltfrei gegen die Demo der “Nationalen Sozialisten” zu wehren. Wie das geht, erfahren alle Interessierten bei einem Aktionstraining am 11. Oktober.

Juristisches 1×1 des zivilen Ungehorsams: 11.30 Uhr
Eine Rechtsanwältin erklärt Rechte und Pflichten bei angemeldeten oder spontanen Aktionen. Was muss ich   » weiterlesen…

Wer marschiert am 17. Oktober unter dem Motto „Recht auf Zukunft“ auf?

Am 17. Oktober wollen Neonazis zum ersten Mal, seit uns Christian Worch 2007 verlassen hat, wieder eine Großdemonstration durchführen. Angemeldet wurde der Aufzug vom Vorsitzenden der NPD-Jungendorganisation “Junge Nationaldemokraten” in Sachsen, Tommy Naumann. Er ist gleichzeitig Stützpunktleiter der JN in Leipzig und Mitglied der Neonazi-Gruppierung “Freie Kräfte Leipzig”. Er kandidierte erfolglos 2009 für den Leipziger Stadtrat.

Aufruf und Inhalt
Unter dem Motto “Recht auf Zukunft” erklären die Organisatoren in ihrem Aufruf selbst, für welche Ideale und mit welchen Absichten sie ihren Aufmarsch versuchen wollen. Unter dem Deckmantel einer stark verkürzten Kritik des kapitalistischen Wirtschaftssystems sehen sie nur eine   » weiterlesen…

Pressemitteilung 01.10.09

– Leipzig nimmt am 17.10. großflächig Platz gegen Nazis! Über 320 Leipzig_innen, Initiativen und Vereine haben den Aufruf bereits jetzt unterzeichnet.
– Vorbereitungsveranstaltung am 11.10.2009
– Spenden zur Unterstützung sehr willkommen!

Über 320 Initiativen, Gruppierungen und Einzelpersonen wollen sich dem Neonaziaufmarsch schon widersetzen: – Mobilisierung und Vorbereitung gehen in heiße Phase!

Das „Bündnis 17.10.“ verzeichnet für ihr Widersetz-Anliegen gegen den Neonazi-Aufmarsch „Recht auf Zukunft“ sehr große Unterstützung
Unter den Unterstützer_innen des Bündnisaufrufes finden sich gewerkschaftliche und kirchliche Gruppen, Bürgerinitiativen, Kulturvereine und viele andere mehr. Immer mehr Vereine, Gruppen und Personen aus den Gebieten im   » weiterlesen…

Sind Sitzblockaden eigentlich strafbar?

Ein Interview mit Albrecht Schröder (OBM Jena, SPD) aus dem “Buch gegen Nazis” (Kulick/Staud, Köln 2009, S. 172ff.)

Im September 2007 hatte die NPD im thüringischen Jena ihr sogenanntes „Fest der Völker” angesetzt. Dagegen versammelten sich 3.000 Bürger erst zu einer Kundgebung – und besetzten dann blitzschnell Straßen und Kreuzungen, um die Zufahrten zu ihrer Innenstadt zu blockieren. In vorderster Reihe dabei: Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD).

Herr Schröter, wie viel Strafe mussten Sie dafür zahlen, mitblockiert, ja sogar dazu aufgerufen zu haben?

Gar nichts. Alle Bürger kamen ohne Strafe davon. Denn es ist ihr gutes Bürgerrecht, deutlich zu machen, dass Neonazis in einer weltoffenen Stadt wie Jena nichts zu suchen haben. Nach allem, was die   » weiterlesen…

Pressespiegel

15:44min
(Interview mit dem Bündnissprecher auf Radio Blau)

8. Oktober 09

(Leipziger Volkszeitung) „Friedliche Proteste“ – Bündnis plant Aktionen gegen Neonazi-Aufmarsch
Es wird berichtet, dass bereits mehr als 430 Unterstützer_innen hinter dem Aufruf stehen, mindestens 10 Aktionen geplant sind. Zudem wird der Pressesprecher des Bündnis “17. Oktober” zitiert: „Man kann friedliche Proteste gegen 300 Demokratiefeinde nicht in Frage stellen. Wir haben mit unserem Aufruf an die Leipziger deutlich gemacht, dass wir unter zivilem Ungehorsam nur friedliche und gewaltfreie Aktionen verstehen.“

7. Oktober 09

(Leipziger Internetzeitung) “Recht auf Zukunft”? Leipziger Neonazis auf dem Weg in die Vergangenheit
Am 17.10. möchten Neonazis durch   » weiterlesen…

Gegendarstellung des Mehr Demokratie e.V. 250909

Leipzig, 25.09.2009

Gegendarstellung

Der LVZ-Artikel vom 24.09.2009 „Behörde in Blockade-Plan involviert“ ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die sich bürgerschaftlich gegen den erstarkenden Rechtsextremismus und Rassismus engagieren. Die zusammenhanglosen Ausführungen durch die LVZ-Reporter Klaus Staeubert und Frank Döring sind dreiste Verzerrungen der Tatsachen! Diese Darstellungsweise suggeriert eine Gleichsetzung mit der geplanten Antifa-Demonstration am 10.10.2009. Die Veranstaltung des „Aktionsbündnisses 17. Oktober“ ist von vornherein als eine friedliche und ausdrücklich gewaltfreie Widersetzaktion konzipiert worden.

Traurig stimmt uns alle, dass die LVZ mit ihrem Artikel den Aufmarsch der Neonazis bekräftigt, indem sie durch die Konzentration auf Begrifflichkeiten   » weiterlesen…

Leserbrief 2 240909

Sehr geehrter Herr Staeubert, sehr geehrter Herr Döring,

mit Entsetzen habe ich Ihren Artikel „Behörde in Blockadeplan involviert“ vom 24.09.2009 gelesen. Anstatt nach sorgfältiger journalistischer Recherche über das Anliegen des „Bündnisses 17.10.“ zu berichten, beschränken Sie sich auf haarsträubende Halbwahrheiten (wenn Sie z.B. über die „Sitzungen des NDC“ sprechen) und diskreditieren bürgerliches Engagement gegen Neonazis in dieser Stadt auf äußerst unfeine Art.
Da erhoffe ich mir von den Leser_innen Ihrer Zeitung die nötige Reflektion und Ansporn sich
anderweitig eine differenzierte Meinung einzuholen. Ich verstehe nicht ganz, weshalb es nötig ist, so detailliert mit sachlichen Fakten über die Eckpunkte der Nazidemonstration am 17.10. zu schreiben   » weiterlesen…