Naziaufmarsch in Leipzig erheblich verkürzt – Breiter Protest trotz strömenden Regens

Rund 1000 Menschen protestierten am heutigen Sonntag, 18.5.2014 gegen einen Aufmarsch der NPD-Jugendorganisation JN in Leipzig-Lindenau.

Nachdem sich an verschiedenen Stellen auf der angemeldeten Route der Nazis zahlreiche Menschen versammelt hatten, wurde der Aufmarsch zuerst umgeleitet. Aufgrund einer gewaltfreien Sitzblockade auf der Georg-Schwarz-Straße Ecke Uhlandstraße mussten die lediglich 150 Nazis schließlich nach kurzer Laufstrecke zum Lindenauer Markt zurückkehren.

„Die Route der aus ganz Sachsen angereisten Nazis wurde empfindlich verkürzt. Das ist ein klarer Erfolg des zivilgesellschaftlichen Protestes! Es ist erfreulich, dass sich trotz strömenden Regens und kurzer Mobilisierungszeit so viele Menschen eingefunden haben, um menschenfeindlichen Ideologien eine Absage zu erteilen.

Der Protest gegen den Aufmarsch von lediglich 150 Nazis war überwiegend gewaltfrei, daran können auch einzelne Barrikaden-Bauten nicht rütteln. Auch aus der Anwohnerschaft gab es kreative Protestaktionen: aus zahlreichen Häusern hingen Transparente und aus zahlreichen Fenstern schallte Musik.

Dagegen war das Vorgehen der Polizei an manchen Stellen extrem überzogen. So wurde die friedliche Sitzblockade an der Uhlandstraße anfangs brutal versucht auseinanderzutreiben. In anderen Straßen gab es wahrliche Hetzjagden gegen DemonstrantInnen.
Durch ein solches Vorgehen wird der Protest gegen Nazis diskreditiert. Zudem werden Menschen eingeschüchtert sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Wir fordern die Polizeiführung auf im Umgang mit Demonstrationen einen humane Kommunikations- und Einsatztaktik an den Tag zu legen.

Naziaufmarsch vor Asylunterkunft verhindert!/ Kritik am harten Vorgehen der Polizei/ Weitere rassistische Interventionen der NPD zu erwarten

Mehr als 500 Menschen widersetzen sich am Samstag, 7.12.2013 einem rassistischen Aufmarsch der NPD im Leipziger Stadtteil Schönefeld.
Die neonazistische Partei marschierte damit das bereits dritte Mal innerhalb kürzester Zeit in Schönefeld auf.

Das Ziel ihre rassistische Propaganda vor der Notunterkunft für Asylsuchende in der ehemaligen Fechner-Schule zu verbreiten, konnte an diesem Samstag allerdings verhindert werden. Zahlreiche Menschen stellten sich sich den Nazis in den Weg, so dass Ordnungsamt und Polizei entschieden, die von der NPD angemeldete Route zu verändern.

„Unser Ziel war die Nazis nicht vor die Unterkunft ziehen zu lassen. Denn das hätte ein direkte Drohgebärde gegen die ca. 30 geflüchteten Menschen, die seit dem 4.12.2013 in der Schule wohnen, bedeutet.“ so das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz zum Verlauf des Tages.

„Die Anzahl der NPD-AnhängerInnen lag mit ca. 80 recht niedrig, auch nahmen kaum Menschen aus dem Stadtteil an der Versammlung teil. Dies ist ein gutes Zeichen für die wachsende Unterstützung der Asylsuchenden.
Nichts desto trotzt ist zu erwarten, dass die NPD in den kommenden Monaten die sensiblen Themen Asyl und Moscheebau weiter rassistisch auflädt und so versucht an schwelende Ressentiments und Ängste anzuknüpfen versucht.“

Kritik übt das Aktionsnetzwerk am Vorgehen der Polizei gegen Anti-Nazi-DemonstrantInnen. Im Bereich der Gorkistraße war ein extrem hartes Vorgehen der Einsatzkräfte zu beobachten. So kam es zu Pfeffersprayeinsätzen und einer rabiaten Räumung einer Sitzblockade. „Ein derartig hartes Vorgehen gegen den breit getragenen zivilgesellschaftlichen und antirassistischen Protest können wir nicht nachvollziehen, insbesondere angesichts des sensiblen Themas.“

Am kommenden Mittwoch, 11.12.2013 werden weitere Asylsuchende in die Schule in der Löbauer Straße einziehen. Das Bündnis „Refugees welcome“ plant gemeinsam mit der Schönefelder Willkommensinitiative wiederum eine Kundgebung. Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz unterstützt diese Aktion ausdrücklich und ruft zur Teilnahme auf.

500 Menschen demonstrieren in Leipzig-Schönefeld gegen NPD und für Solidarität mit Flüchtlingen

Mehr als 500 Menschen fanden sich am Montag, 18.11.2013 in Leipzig-Schönfeld ein um gegen eine rassistische Kundgebung der NPD zu demonstrieren. Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz hatte unter dem Motto „Gemeinsam und solidarisch gegen jeden Rassismus. Refugees welcome“ aufgerufen. Hintergrund der NPD-Anmeldung ist der Plan der Stadt im ehemaligen Fechner-Gymnasium temporär bis zu 120 Flüchtlinge unterzubringen.

Die NPD versuchte mit ihrer kurzfristig anberaumten Kundgebung an die aufgeheizte Stimmung in Schönefeld anzudocken. Seit Bekanntwerden des Notunterbringungs-Planes gibt es aufgeregte Reaktionen von AnwohnerInnen, in denen teilweise Ressentiments gegen Asylsuchende mitschwingen.

„Wir freuen uns, dass wir in so kurzer Zeit so viele Menschen mobilisieren konnten sich der NPD und ihren MitläuferInnen in Schönfeld zu widersetzen. Die NPD nutzt die Situation der vor Krieg und Verfolgung geflohenen Menschen schamlos aus um rassistische Stimmung zu schüren und Ängste aufzuheizen.
Allerdings zeigt das Beispiel Schneeberg auf erschreckende Art und Weise, wie schnell sich Argumentationen von NPD und BürgerInnen vermischen.
Bei aller vielleicht auch berechtigen Kritik an der Informationspolitik der Stadtverwaltung, dürfen pauschale negative Zuschreibungen an Flüchtlinge, wie sie auch in Leipzig-Schönefeld zu hören sind, nicht unwidersprochen bleiben. Flüchtlinge brauchen unsere Unterstützung und unsere Solidarität.
Hier sind wir alle gefragt.“

PS: Das Polizei-Einsatzkonzept war am heutigen Tag sehr prekär. Die Sicherheit der NazigegnerInnen vor war vor allem anfangs nicht verlässlich geschützt. Mehrfach wurden von TeilnehmerInnen der NPD-Kundgebung Hitlergrüße gezeigt. Das Klientel der Nazis war zum Teil sichtbar angetrunken und aggressiv.

Bunter & lauter Protest gegen Nazikundgebung und jeden Rassismus in Leipzig-Gohlis

Mehr als 500 Menschen versammelten sich am Samstag, 2.11.2013 in in Leipzig-Gohlis um gegen die rassistische Kundgebung der NPD zu protestieren. Anlass der Nazi-Versammlung ist der geplante Bau einer Moschee durch die Ahmadiyya-Gemeinde in der Georg-Schumann-Straße/ Ecke Bleichertstraße.

„Die NPD versucht seit Bekanntwerden des Moschee-Bau die Stimmung rassistisch gegen Muslime aufzuheizen und damit an schwelende Ressentiments in der Bürgerschaft anzuknüpfen.“

Vertreter der Nazipartei waren sowohl bei den Versuchen zur Gründung einer Bürgerinitiative dabei und beteiligen sich auch an den islamfeindlichen Diskussionen auf der Facebook-Seite „Gohlis sagt nein“. Außerdem war die NPD im Vorfeld der Kundgebung mit Informationsständen in Gohlis und Wahren präsent.

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen, darunter zahlreiche AnwohnerInnen sowie VertreterInnen von Kirche und Stadtpolitik gemeinsam gegen Nazis und für Religionsfreiheit demonstriert haben. Der Protest war bunt, laut und friedlich.“

Dass es weiterer Aktivitäten bedarf, um gegen Ängste und Vorbehalte gegen den Moscheebau vorzugehen zeigten aggressive verbale Auseinandersetzungen zwischen Anti-Nazi-DemonstrantInnen und BürgerInnen, die sich gegen den Moscheebau positionieren, an den Gohlis-Arkaden.
„In vielen Argumenten gegen den Moschee-Bau spiegelt sich Angst und Abneigung vor dem vermeintlich Fremden. Doch anstatt offen auf die Ahmadiyya-Gemeinde oder die Stadtverwaltung zuzugehen, wird laut losgepoltert und dabei auch die Grenze zum antimuslimischen Rassismus überschritten.“

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz wird sich weiter an konstruktiven Debatten um den Moscheebau und das Thema interkulturelle und interreligiöse Vielfalt beteiligen und sich dafür engagieren, dass Nazis in Leipzig kein Raum für rassistische, menschenfeindliche Propaganda gelassen wird.

Links:

-LVZ: http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/geplante-moschee-in-gohlis-hunderte-leipziger-setzen-ein-zeichen-gegen-rechts/r-citynews-a-213282.html
– MDR: http://www.mdr.de/nachrichten/protest-gegen-npd100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html
– MDR Sachsenspiegel: http://www.mdr.de/mediathek/themen/sachsen/video158014_zc-3595804e_zs-5cf04862.html
– Fokus/ DPA: http://www.focus.de/regional/leipzig/extremismus-400-menschen-demonstrieren-in-leipzig-gegen-fremdenfeindlichkeit_aid_1146966.html
-Stern: http://www.stern.de/panorama/demonstration-gegen-neubau-leipzig-streitet-ueber-geplante-moschee-2068647.html
– ZEIT: http://www.zeit.de/gesellschaft/2013-11/moscheebau-leipzig-buergerinitiative

Bilder von den Protesten gegen die rassistische Nazikundgebung & Rechtshilfehinweis

Nicht mehr als 150 Menschen fanden sich am 17.8. ein um den Nazis in Leipzig Paroli zu bieten. Bei einer ähnlichen Veranstaltung in Erfurt protestierten immerhin 300 Leute entschlossen gegen den Wahlkampfauftakt der hiesigen NPD, die wie in Leipzig rassistische Stimmung gegen Muslima schüren wollte.

(die Polizeisperre erschwerte zumindest die Sicht auf die Nazis, nicht aber die Lautstärke)

Zum Ende der Kundgebung des Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz hatte die Polizei nichts besseres zu tun als Leute, die die angemeldete Versammlung verließen, herauszugreifen und sie wegen Banalitäten festzusetzen.
Alle, die sich wegen vermeintlichen Vermummungsgegenständen, Aufklebern etc.pp. einer Durchsuchnung und Identitätsfestellung unterziehen mussten, sollten:

1. Ein Gedächtnisprotokoll schreiben, in dem alles, was sie im Rahmen von Polizeikontrollen an diesem Tag erlebt haben, festgehalten wird.

2. Sobald ein Schreiben von Polizei, Ordnungsamt o.ä. kommt, sich so schnell als möglich beim Ermittlungsausschuß (jeden Freitag, 17.30 bis 18.30 Uhr im linXXnet, Bornaische Str. 3d) oder unter melden!

Laßt euch nicht verunsichern. Protest und auch ziviler Ungehorsam gegen Nazis sind unser Recht und unsere Pflicht!

(Peinliche Ansammlung von RassistInnen, darunter das Leipziger NPD-Häuflein, samt Stadtrat Klaus Ufer und neuem Nachwuchskader Alexander K.)

Danke an Gerd Eiltzer für die Fotos!

Leipzig nimmt Platz resümiert Proteste gegen Nazikundgebung am 17.8. in Leipzig

Lautstark und bestimmt richteten an die 200 Menschen in Leipzig ihren Protest gegen die rassistische Kundgebung der NPD am Samstag in Leipzig.
Die Nazipartei versammelte lediglich maximal 50 AnhängerInnen, davon ein Großteil von außerhalb.

„Wir sind zufrieden mit dem Verlauf des Tages. Mit lautstarken Rufen, Redebeiträgen und einem Auftritt der Satire-Gruppe Apfelfront konnten wir den Nazis hörbar zeigen was wir von ihrer rassistischen Hetze halten.“ so das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz.

Die NPD hatte am 17.8. zum wiederholten Mal eine Kundgebung vor der Al-Rahman-Moscheegemeinde abgehalten. Damit versuchen sie den Islam als Projektionsfläche für ihre rassistische Weltanschauung zu nutzen.

Das Aktionsnetzwerk machte heute unmissverständlich klar, dass Muslima zur Leipziger Stadtgesellschaft gehören wie auch AnhängerInnen anderer Religionen oder AtheistInnen. Die Strategie der NPD ist es mit ihrer Propaganda gegen eine vermeintliche Islamisierung Deutschlands rassistische Stereotype anzufeuern. „Wir dürfen den Nazis nicht den öffentlichen Raum überlassen, müssen aber auch gegen in der Gesellschaft verbreitete rassistische Denkweisen arbeiten.“ so das Aktionsnetzwerk.

Enttäuscht zeigen sich die OrganisatorInnen über die geringe Zahl an Menschen, die sich am 17.8. gegen die Nazis auf die Straße bewegt haben und darüber, dass kein offizieller Vertreter oder Vertreterin der Stadt Leipzig präsent waren.

„Wir hoffen, dass sich beim nächsten Mal, wenn Nazis in Leipzig aufmarschieren wollen, mehr Leute dazu bewegen lassen Flagge für eine Stadt zu zeigen, in der MigrantInnen willkommen sind und Diskriminierung und Ausgrenzung hier keinen Platz haben.“

Pressemitteilung, 17.8.2013


Presse:

Nur wenige NPD-Anhänger protestieren vor Leipziger Moschee – Imam verurteilt Aufmarsch, LVZ-online, 17.8.2013
NPD-Kundgebung in Leipzig: 150 Menschen bei Gegendemonstration, L-iz, 17.8.2013

Update: Am 17.8. – gemeinsam & solidarisch gegen jeden Rassismus!

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz ruft auf zu Aktionen gegen die Kundgebung der NPD am 17.8. in Leipzig auf, Kundgebung ab 12 Uhr in der Roscherstraße

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz ruft zu Protest gegen die rassistische Kundgebung der NPD am 17.8. in Leipzig auf. Nazis darf der öffentliche Raum nicht überlassen werden! Wie schon im November will die NPD in Leipzig Stimmung gegen Muslima machen und die Moscheegemeinde in der Roscherstraße als Projektionsfläche nutzen.
Die Kundgebung der Nazis wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zeitraum 13 bis 17 Uhr stattfinden.

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz hat für den 17.8. zwischen 12 und 18 Uhr eine Kundgebung in der Roscherstraße angemeldet, die vom Ordnungsamt ca. 30 Meter neben der Al-Rahman-Moschee (in Richtung Eutritzscher Straße KARTE) bestätigt wurde. Dieser Standort liegt in Hör- und Sichtweite der NPD-Kundgebung, die ihre rassistischen Tiraden neben der Moschee in Richtung Berliner Straße (KARTE) ablassen darf. Der Bereich vor der Moscheegemeine muss freigehalten werden. Zwischen 13.15 und 14 Uhr sowie 17.15 und 18.00 Uhr sind Gebetszeiten. In dieser Zeit müssen zur Gewährleistung der Religionsausübung Beschallungen unterbleiben.
Durch die Zuweisung der Kundgebungsplätze ist nun klar, dass die NPD durch die Berliner Straße anreisen wird. Die Berliner Straße wird derzeit gebaut und wird nur auf einer Spur für den Verkehr genutzt.

Bitte verbreitet unseren Aufruf (LINK) und informiert euch hier über Hintergründe und Tipps für den 17.8. (LINK)!

Kommt am 17.8.2013 ab 12 Uhr zur Kundgebung. Es ist wichtig spätestens 13 Uhr da zu sein! Kommt in Bezugsgruppen, bringt euch ausreichend zu Trinken & Verpflegung mit. Wichtig ist den Personalausweis dabei zu haben, denn an diesem Tag wird es mit hoher Sicherheit Polizeikontrollen geben. Waffenähnliche Gegenstände oder Dinge, die zur Vermummung dienen können, können zum Problem (d.h. Strafverfahren und Beschlagnahmung) werden. (download Demo-Tipps als pdf)
Am 17.8. selbst werden wir via twitter #platznehmen informieren. Der EA ist unter 0341 2119313 erreichbar. Ruft dort nur an, wenn ihr von einer Festnahme betroffen seid oder eine beobachtet!

Wir weisen an dieser Stelle zudem auf die Kampagne “NPD versenken” hin, die der NPD unter anderem in Leipzig den Wahlkampf vermiesen will und die ebenfalls zu Protesten gegen die Kundgebung am 17.8. aufruft.

Es gibt wieder Bustickets und Infos für den 13.2. von Leipzig nach Dresden!

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde ein weiterer Bus zu den Protesten gegen Naziaufmarsch und Opfermythos am 13.2. in Dresden bestellt.
Die Tickets gibt es am 12.2. ausschließlich im el libro, Bornaische Str. 3d, 04277 Leipzig-Connewitz oder 10 Uhr am 13.2.2013 am Abfahrtsort!

Das Bündnis Dresden nazifrei hat zudem die Szenarien für Aktionen am 13.2. veröffentlicht (Link zu den Karten). Demnach wird der Naziaufmarsch auf der Altstadtseite, östlich des Stadtzentrums, irgendwo im Bereich Johannstadt-Ost stattfinden. Laut Polizei werden “Pirnaische Vorstadt, die Johannstadt sowie die Seevorstadt von Kontrollen und Sperrungen besonders betroffen sein”.

Zeitliche Eckpunkte für den 13.2. in Dresden:

– 12.30 Uhr Dresden, ab Hauptbahnhof: Mahngang Täterspuren
– 15.00 Uhr Opfergedenken auf dem Heidefriedhof
– ab 15 Uhr Anlaufen der angemeldeten Punkte für NazigegnerInnen (siehe unten)
– zwischen 16 und 18 Uhr Uhr Anreise und Start Naziaufmarsch
– 21.45 Uhr Kerzen-Aufstellen an der Frauenkirche UND special: Never forget! Für ein würdiges Gedenken an Take That

Das Bündnis Dresden nazifrei empfiehlt zur Teilnahme an Blockadeaktionen folgende Anlaufpunkte:

1. Ab 12:30 Uhr am Friedrich-List-Platz (Nähe Hauptbahnhof). Von dort startet der Täterspurenmahngang, dessen Route die rot-gestrichelte Linie darstellt und der bis 15 Uhr laufen soll.

2. Ab 15 Uhr vor allem für alle Menschen aus dem Neustädter Bereich und weiter nördlichen Wohngebieten: Terrassenufer, Ecke Rietschelstraße.

3. Ebenfalls ab 15 – 15:30 Uhr, für alle Menschen die südlich der Elbe wohnhaft sind, Fetscherplatz.

Von allen drei (!) Mobipunkten aus – also auch via Täterspurenmahngang – wird es möglich sein, an Blockadeaktionen teilzuhaben.

Infomöglichkeiten und Support am 13.2.

Das Infotelefon von Dresden Nazifrei: 01573/1678041
Der Ermittlungsausschuss im Fall von Festnahmen: 0351/89960456
Die Demo-Sanitäter: 0177/6218242 (bei kurzfristigen Änderungen checkt www.sanizentrale.de)

Ticker findet ihr unter
http://ticker.dresden-nazifrei.com
http://aktionsticker.info und
http://aktionsticker.info/wap

coloRadio informiert ab 15 Uhr im Livestream unter http://bit.ly/cRstream und ab 18 Uhr im Radio über 98,4 und 99,3 MHz.

Solidarität ist unsere stärkste Waffe! Soli für Tim!

Wir unterstützen den Aufruf von Dresden nazifrei:
Am Mittwoch fällte Richter Hans Hlavka vom Amtsgericht Dresden ein weiteres der sich fast schon nahtlos aneinander reihenden Skandalurteile der Dresdner Justiz. Tim, Antifaschist, […] LINKER und Blockierer vom Februar 2011 wurde zu 22 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, angeblich, weil er durch sein Schweigen im Prozess eine negative Gefahrenprognose anzunehmen sei.

Als Begründung für eine Verurteilung wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Beleidigung reichte dem Richter eine verpixelte Polizeifilmaufnahme, ein Megaphon in der Hand, der Ausspruch „alle nach vorn“ und die vermeintlich abschreckende Wirkung des Urteils. Dresden habe Ausschreitungen im Februar „satt“ und damit müsse endlich „Schluss sein“. Tim wurde also zur Abschreckung für angebliche zukünftige Gewalttaten verurteilt.

Wir halten dieses Urteil ist nicht nur für hochgradig rechtswidrig. Die selbsternannten “Hüter des Rechtsstaats” zielen vor allem auf uns alle als Antifaschist_Innen und unser Engagement. Wiedereinmal will die Sächsische Justiz, angeführt von Dresdner Staatsanwaltschaft und Amtsgericht, Politik mit Gerichtsurteilen machen und Menschen unter Androhung von Strafe von der Ausübung ihres Rechts auf zivilen Ungehorsam abzuhalten. Richter Hlavka hat dies sogar in seiner mündlichen Urteilsbegründung offen ausgesprochen.

Wir als Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ werden dies nicht hinnehmen. Wir lassen uns nicht kriminalisieren und wir lassen uns unseren Antifaschismus nicht nehmen. Ziviler Ungehorsam gegen Nazis ist unser Recht! Dafür setzen wir uns ein.

Deswegen rufen wir alle Menschen zu Solidarität mit Tim auf und wir rufen euch auf, dies mit uns morge, am Freitag, 18.1.13 spontan auf die Straße zu tragen. Wir wollen uns ab 18 Uhr am Postplatz sammeln und dann zusammen von dort zum Amtsgericht ziehen. Kommt hin, bringt alle eure Freund_innen und so viele Megaphone wie möglich mit!

Solidarität gegen staatliche Repressionen! Kein Fuß breit den Faschisten! No pasaran!

Kundgebung & Solikonzert gegen Polizeigewalt am 1.12.12 in Halle

Das Bündnis “Halle gegen rechts” ruft auf zur Kundgebung um 15:00 Uhr am Eselsbrunnen und ab 21 Uhr zum Solikonzert in die Reil 78

Am 7. August diesen Jahres organisierte „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ eine Demonstration gegen die Kundgebung der NPD im Rahmen ihrer „Deutschland-Tour“ vor der Ulrichskirche in Halle (Saale).

Während die Aktivitäten (Kundgebung und Infostände) des Bündnisses „Halle gegen Rechts“ an diesem Tag durchweg friedlich verliefen und die Nazis nach einer Stunde durch den lautstarken Einsatz von Trillerpfeifen wieder ihre Koffer packen mussten, kam es vor der Ankunft des NPD-Trucks, der den Nazis eine Bühne bieten sollte, zu einem schwerwiegenden Übergriff durch Polizeibeamte der zweiten Einsatzhundertschaft Magdeburg.

Eine halbe Stunde bevor der NPD-Truck vor der Ulrichskirche vorfahren konnte, begannen die Polizist_innen die Zufahrtsstraßen abzuriegeln. Da es sich dabei auch um die Zugangswege für Teilnehmer_innen der Demonstration des Bündnisses handelte, gingen die Beamt_innen auch gegen Fußgänger_innen vor, die sich friedlich in Richtung Ulrichskirche bewegten.

Einer der Beamten versetzte im Rahmen der Aktion zur Abriegelung der Zufahrts- und Zugangswege zur Ulrichskriche einem Demonstranten einen heftigen Stoß in den Unterleib, woraufhin dieser zusammenbrach. Der junge Mensch musste kurz darauf ins Krankenhaus eingeliefert und noch am selben Abend notoperiert werden. Am darauffolgenden Tag wurde eine weitere Operation notwendig. Neun Tage musste der 24-Jährige im Krankenhaus verbringen. Mittlerweile hat sich sein Gesundheitszustand gebessert, die körperlichen Folgen dieses Tages werden ihn wohl sein Leben lang begleiten. Trotz der beiden Operationen konnten bleibende Schäden nicht verhindert werden. Weitere Spätfolgen sind nicht auszuschließen.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Halle ihre Ermittlungen zum Fall aufgenommen. Zeug_innen wurden bereits von der Polizei vernommen. Es zeichnet sich ab, dass es ein langwieriger Prozess wird, an dessen Ende hoffentlich die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse vom 7. August 2012 in Halle (Saale) steht und dem Betroffenen eine ansprechende Entschädigung zu Teil werden wird.

Bis es soweit ist, bringen die kommenden Wochen und Monate für den Betroffenen vor allem erst einmal eines mit sich: Kosten. Neben den Kosten für den Krankenhausaufenthalt, die medizinische Versorgung und diverse Behördengänge kommen auf den Beschädigten weitere Kosten zu, die mit dem Gerichtsprozess im Zusammenhang stehen (z. B. Anwalt, Gebühren durch das LVG usw.).

Um ihm in dieser Situation zu unterstützen und ihm unsere Solidarität zu zeigen, veranstalten wir

am 1. Dezember 2012 um 15 Uhr am Eselsbrunnen in Halle eine Kundgebung und am Abend in der Reilstraße 78 (ab 21 Uhr) ein Benefizkonzert.

Wir fordern eine Aufklärung der Vorfälle und einen Prozess, der die Geschehnisse vom 7. August lückenlos aufklärt!

Alle Gewinne, die beim Konzert und der Tombola erzielt werden, kommen dem Betroffenen zu Gute!


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