Platznehmen in Schnellroda – gegen das Fascho-Sommerfest! Antifa-Busreisen macht’s möglich.

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Am 11. Juli treffen sich erneut bis zu 600 völkische Aktivist*innen, Burschenschafter, AfD-Funktionär*innen, Vertreter*innen der sogenannten Neuen Rechten, Faschist*innen und Nazis im sachsen-anhaltischen Schnellroda. Anlass ist das alljährliche Sommerfest des rechtsextremen Antaios-Verlags.

Veranstalter des Treffens ist Götz Kubitschek, einer der zentralen Vordenker der Neuen Rechten und langjähriger Knotenpunkt extrem rechter Netzwerke. Das Sommerfest dient nicht nur dem geselligen Beisammensein, sondern vor allem der Vernetzung, der ideologischen Schulung und der strategischen Ausrichtung der extremen Rechten. 

Als Gäste angekündigt sind nach Angaben der Initiative „IfS dichtmachen“ unter anderem Fabian Kutzki, Maximilian Märkl und Aron Pielka. Kutzki vertritt zentrale Positionen der Neuen Rechten und verbreitet antisemitische Verschwörungserzählungen. Märkl war mehrere Jahre führend in der Identitären Bewegung aktiv und bewegte sich zugleich im Umfeld der AfD. Aron Pielka, der unter dem Pseudonym „Shlomo Finkelstein“ auftritt, verbreitet über seine Kanäle rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Inhalte und arbeitet für den Antaios-Verlag.

Das knapp 200 Einwohner*innen zählende Schnellroda wird seit Jahren regelmäßig zum Wallfahrtsort der extremen Rechten. Dort treffen sich Kader, Nachwuchskräfte und Sympathisant*innen, um Kontakte zu knüpfen, Erfolge zu feiern und politische Strategien zu entwickeln. In Schnellroda entstehen keine harmlosen Debattenzirkel. Hier werden die ideologischen Grundlagen für den gesellschaftlichen Rechtsruck formuliert, weiterentwickelt und verbreitet. Von hier aus werden völkische, rassistische, antisemitische, antifeministische und queerfeindliche Positionen in die Öffentlichkeit getragen. Hier wird die Idee der sogenannten „Remigration“ propagiert, hier werden autoritäre Gesellschaftsvorstellungen diskutiert und demokratische Errungenschaften offen infrage gestellt. Schnellroda ist einer der wichtigsten Orte der extremen Rechten im deutschsprachigen Raum.

Während vielerorts gegen rechte Aufmärsche protestiert wird, bleibt Schnellroda häufig unter dem Radar. Das muss sich ändern. Wer den gesellschaftlichen Rechtsruck ernsthaft bekämpfen will, darf die Orte nicht ignorieren, an denen seine geistigen Grundlagen geschaffen werden. Dem rechten Vernetzungstreffen und seiner Wohlfühlatmosphäre gilt unser Widerspruch. Wir wollen zeigen, dass ihre Ideologie weder unwidersprochen noch unbeobachtet bleibt. Der Versuch, Menschen nach Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Identität zu sortieren, wird auf unseren Widerstand treffen. Antifaschismus bedeutet auch, die Denkfabriken und Kaderschmieden der extremen Rechten ins Visier zu nehmen.

Kommt mit uns nach Schnellroda!

Eine Woche nach den Protesten in Erfurt setzen wir unseren Widerstand fort und fahren gemeinsam nach Schnellroda. Lasst uns deutlich machen, dass rechte Vernetzungstreffen nicht ungestört stattfinden können.

Der rechten Denkfabrik widersetzen!

Kein rechtes Sommerfest in Schnellroda!

 
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