Gegen die Entscheidung des OVG, gegen jedwede Corona-Leugnung und rechte Umsturzfantasien

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Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz hält die heutige Protestkundgebung gegen die Demonstration von „Bewegung Leipzig“, Querdenken“ und weiteren Initiativen ab 13 Uhr am Augustusplatz ab. Nach einem Beschluss des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes wurde die ursprüngliche Anmeldung per Auflage der Leipziger Versammlungsbehörde verlegt. Infolgedessen hat das Aktionsnetzwerk östlich am Augustusplatz an der Kreuzung Grimmaischer Steinweg neu angezeigt.

Eine weitere Protestkundgebung findet am Wilhelm-Leuschner-Platz, Innenstadtseite ebenfalls ab 13 Uhr statt.

Der Beschluss des OVG Bautzen ist bislang unbekannt und somit unklar, ob ein Aufzug oder eine ortsfeste Kundgebung ermöglicht wurde.

Das Aktionsnetzwerk kritisiert die Entscheidung massiv: „Wir sind geradezu entsetzt über die Genehmigung einer Demonstration von 16.000 Menschen auf dem viel zu kleinen Augustusplatz. Ein Mindestabstand kann hier nicht gewährleistet werden. Und dass die Ordnungsbehörden die Maskenpflicht nicht durchsetzen, konnten wir erst gestern Abend auf dem Leipziger Markt erleben. Der Schutz des Demonstrationsrechts ist auch für uns ein hohes Gut, aber in Abwägung der Gefährdungslage muss der Infektionsschutz angemessen beachtet werden“, erklärt Irena Rudolph-Kokot.

Das Aktionsnetzwerk ruft gerade jetzt zu entschiedenem Protest auf. Die Kundgebung wird unter der Einhaltung der Regeln (Mindestabstand 1,5m, Mund-Nasen-Bedeckung) mit folgendem Titel angezeigt: „Gegen die Entscheidung des OVG, gegen jedwede Corona-Leugnung und rechte Umsturzfantasien. Leipzig nimmt Platz!“

Pressemitteilung: Leipzig, den 7. November 2020

Ein Gedanke zu „Gegen die Entscheidung des OVG, gegen jedwede Corona-Leugnung und rechte Umsturzfantasien“

  1. Ja, auch wir sind aufgebracht über die Bilder, die sich uns (Dank sei dem OVG) in der Innenstadt bis gegen 15.30 Uhr boten. Da wir nicht wussten (LVZ mit ihrem Super Veranstaltungsplan!), dass “leipzig nimmt platz” nicht an der Oper sein würde, liefen wir wie wohl noch andere Leipziger, die nun schön für “Quer” mitgezählt worden sind, zum Augustusplatz. Da hatte sich die bunte Masse ungeschützt und dicht gedrängt vereint und applaudierte brav den Propagandisten der selbsternannten und selbstgerechten Freiheits- und Friedenshelden, die sich nicht scheuen und schämen, auch die Termini der alten und neuen Faschisten zu gebrauchen (womit uns klar ist, welches Gedankengut hier verbrämt hinter der Coronamaßnahmenkritik steht). Gut, Ihr kennt sicher die Lügen und Halbwahrheiten besser als wir.
    Aber dass wir heute so ins Leere gelaufen waren, weil von den einst Tausenden Legidagegnern Leipzigs nichts zu spüren war und auch von Eurem Netzwerk für uns nicht Vernetzte keine Infos kamen, selbst die Leute auf dem Roßplatz hilflos und schwach wirkten, auch der Kleinbus des DGB nur piepste, das alles machte uns fassungslos. Nur wegen dieser nächtlichen Entscheidung des Gerichtes kein Gegenplan für eine Präsenz? Schleichen sich so die menschenverachtenden Machenschaften in die öffentlichen Plätze ohne Widerstand zu erfahren? Was am Ende einer solchen Selbstherrlichkeit steht, zeigt uns die Geschichte: November 1848, 1918/1919, 1938 wurden natürlich von deren Rednern nicht erinnert. Was uns auch besorgt, ist die Frage, woher die heutigen Veranstalter das Geld haben für den Einsatz ihrer gewaltigen Medien über den Ring verteilt. Steht da etwa eine geldschwere Partei mit ihrer penetranten Wirkungsabsicht dahinter auf dem Weg eines größeren Erfolges?
    Wir haben den Willen, Euch zu unterstützen, wünschen aber mehr Information, damit Energien sinnvoller nutzbar sind. Anzumerken, wir gehören nicht mehr zur Jugend (Rentnerdasein).
    Mit besten Grüßen andom

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