Nein zu rassistischer Hetze – Für eine menschenwürdige Asylpolitik! #NoLegida #NoCegida #NoThuegida

Das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ ruft am 17. August zum Protest gegen Cegida um 18 Uhr auf der Brückenstraße vor dem Stadthallenpark Chemnitz auf. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ stellt wieder Sachsentickets zur Verfügung und organisiert die gemeinsame Zuganreise ab Leipzig. Treffpunkt ist 17 Uhr am Gleis 23 auf dem Hauptbahnhof.

Aufruf zu NoCegida 17. August 2015 #platznehmen
Originalfoto: @Volk11elf

Während sich die Meldungen zur Planlosigkeit der sächsischen Landesregierung bei der Unterbringung der in Deutschland ankommenden Menschen überschlagen und trotz eines relativ hohen Leerstandes in ganz Sachsen auf Sporthallen oder gar Zelte als Unterkünfte zurückgegriffen wird, hetzen Pegida und Co. weiter und organisieren rassistische Aufmärsche im gesamten Land.

„In Sachsen fehlt ein nachhaltiges Unterbringungskonzept. Hier muss die Landesregierung dringend ihre Hausaufgaben erledigen. Auch die im Bund eröffnete unsägliche Diskussion zur weiteren Einschränkung des Rechtes auf Asyl heizt die Stimmung negativ weiter an und führt zu großen Unsicherheiten bei den geflüchteten Menschen. Viel wichtiger ist es auch angesichts der objektiven Schwierigkeiten, für eine offene Gesellschaft zu streiten.“ erklärt Irena Rudolph-Kokot für das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“.

Am kommenden Montag ruft Pegida gemeinsam mit Legida und Cegida nach Chemnitz auf. Der 17. August hat als Datum für die berüchtigten Rudolf-Heß-Gedenkmärsche bundesweit traurige Berühmtheit erlangt – nun gibt *gida den Neonazis eine neue Plattform. Davon angeheizt steigt die Zahl Angriffe auf Menschen und Unterkünfte vor allem in Sachsen beängstigend.

Doch nicht nur in Sachsen gehen Nazis gemeinsam mit so genannten „besorgten Bürgern“ auf die Straße, um rassistischen Parolen auf der Straße Raum zu verschaffen. In Thüringen hat der noch deutlicher rechts positionierte Ableger Thügida in vier Städten zu Demonstrationen gegen eine vorgebliche „Überfremdung“ aufgerufen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft auf, sich in ab 18 Uhr Eisenberg an der Versammlung „Geflüchtete als Problem zu behandeln ist das Problem. – Refugees welcome – Thügida stoppen!“ zu beteiligen. Aus Jena wird dazu eine gemeinsame Anreise per Bus organisiert: Treffpunkt ist am 17. August um 16 Uhr der Busbahnhof in Jena.

„Wir werden uns jederzeit und überall konsequent Rassismus und Geschichtsrevisionismus entgegenstellen! Gemeinsam sagen wir Nein zu rechtspopulistischer Propaganda! Nein zu rassistischer Hetze – Für eine menschenwürdige Asylpolitik!“ so Rudolph-Kokot abschließend für das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“.