Aktionsnetzwerk mobilisiert zur antirassistischen Demonstration und Kundgebung am Freitag in Freital und am Montag gegen Legida in Leipzig

Gemeinsame Busanreise am Freitag, 31. Juli nach Freital/ Protest in Hör- und Sichtweite am Montag, 3. August in Leipzig

In Sachsen brennt die Luft. Fast täglich wird inzwischen eine Unterkunft von Geflüchteten angegriffen, werden Unterstützer*innen bedroht oder gar attackiert. Die Angriffe auf das Dresdner Zeltlager, die Asylunterkunft in Lunzenau (Mittelsachsen) oder der Anschlag auf das Auto des LINKE-Fraktionsvorsitzenden in Freital stehen dafür exemplarisch.

Nazis am Baumarkt in Freital am 26. Juni 2015
Nazis am Baumarkt in Freital am 26. Juni 2015 (eigene Bildquelle)

das Leipziger Bündnis „Refugees welcome“ mit einer Demonstration. Außerdem will das örtliche Willkommensbündnis eine Kundgebung vor dem Hotel Leonardo, das als Asylunterkunft fungiert, veranstalten. Die rassistische Veranstaltung wurde am Mittwoch, 29.7.2015 abgesagt und stattdessen ein Fackelmarsch in Richtung der Asylunterkunft angekündigt. Fest steht, dass der rechte Mob am Freitag in der Stadt präsent sein wird, in welcher Form auch immer.

„Wir werden am Freitag gegen rassistische Stimmungsmache und für eine offene Gesellschaft demonstrieren“, so Juliane Nagel vom Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz. „Die Hetze gegen Geflüchtete muss ein Ende haben. Auch in Freital wurde eine asylfeindliches Klima in der Vergangenheit durch die politisch Verantwortlichen mit angeheizt“.

Für die Demonstration von „Refugees welcome“ hat „Leipzig nimmt Platz“ Busse nach Freital organisiert. Diese fahren 15:15 ab Connewitzer Kreuz und 16:30 Uhr ab Leipzig Hauptbahnhof Ostseite zur antifaschistischen Demonstration ab Bahnhof Freital, die dort 17.30 Uhr beginnt. Die Tickets für 10 Euro gibts am Bus.

Auch lokal bleibt einiges zu tun, um Solidarität mit Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, zu schaffen und RassistInnen nicht die Straße zu überlassen. Am Montag, 3. August hat sich in Leipzig wiederum Legida angemeldet. Das Aktionsnetzwerk hat zwei Kundgebungen angemeldet, um Protest in Hör- und Sichtweite zu ermöglichen.
Ab 18 Uhr beginnt die Kundgebung an der Hainspitze, in unmittelbarer Nähe zum Auftaktort von Legida. Eine zweite Anmeldung aus dem Netzwerk gibt es ab 19 Uhr entlang der Legida-Route am oberen Dittrichring/EckeThomaskirchhof. Zwischen beiden Kundgebungen soll laut Ordnungsamt ein freier Transfer gewährleistet sein.
Ab 18 Uhr organisiert überdies das Erich-Zeigner-Haus die halbstündige Veranstaltung „Legida redet über uns – jetzt reden wir“.

„Wir rufen auf, dem rassistischen Treiben auf den sächsischen Straßen, an Stammtischen aber auch in Behörden nicht die Deutungshoheit zu überlassen.