Gewalt bei Legida: Aufruf des Dokumentationsprojekts chronik.LE

Zuschriften an unser Netzwerk veranlassen zu der Befürchtung, dass mit dem Abnehmen der Teilnahmezahlen bei Legida die Gewaltausübung im Umfeld der rechtspopulistischen Aufmärsche weiter zunimmt. Nach der letzten Legida-Demonstration am 30. März gab es einen u. a. bei Nolegida dokumentierten Überfall mit schweren Körperverletzungen. Wir weisen deshalb auf den Aufruf des Dokumentationsprojektes chronik.LE vom 27. Januar hin. Neonazistische, rassistische und diskriminierende Aktivitäten solltet ihr – auch unabhängig von Legida – hier melden: https://www.chronikle.org/ereignismelden (mehrsprachiges Eingabeformular)

Im Rahmen der Veranstaltungen der rassistischen und rechtspopulistischen Bewegung “LEgIdA” (Leipziger Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) ist es in den letzten Wochen vermehrt zu Übergriffen, ausgehend von Teilnehmenden der sogenannten “Spaziergänge”, der LEgIdA gekommen. Diese “Spaziergänge” sind, nach Beobachtung der Aufmärsche am 12.1.15 im Waldstraßenviertel und 21.1.15 in der Innenstadt, stark von der radikalen Rechten geprägt. So ähneln nicht nur Inhalte, sondern auch die massive Gewaltbereitschaft im Rahmen der Demonstrationen selbst, besonders aber auch während der An- bzw. Abreise der Teilnehmenden neonazistischen Aufmärschen.
Angesichts dessen, rufen wir hiermit zu konsequenter Berichterstattung bezüglich Übergriffe verbaler und physischer Art im Umfeld von LEgIdA-Aufmärschen auf.

Warum ist Dokumentation wichtig? Unsere Erfahrung zeigt, dass Dokumentation

  1. eine breitere Öffentlichkeit für das tatsächliche Gefahrenpotential sensibilisiert,
  2. Druck auf eine juristische Ahndung und Verfolgung der Vorfälle aufbauen kann,
  3. für eine umfassende Analyse der Geschehnisse unerlässlich ist!

Für die Dokumentation sind wir auf die zuverlässige Zuarbeit von Euch und Ihnen angewiesen!

Die Berichterstattung kann über die Ereignismeldungsfunktion auf unserer Homepage chronikle.org erfolgen. Momentan ist leider noch keine verschlüsselte Berichterstattung über dieses Tool möglich. Wenn das gewünscht ist, gibt es momentan nur die Möglichkeit uns eine kurze Mail zu schreiben (chronik[at]engagiertewissenschaft.de). Wir bieten dann den Kontakt über eine Mailadresse mit Möglichkeit zur Verschlüsselung an. Wir kümmern uns um eine schnellstmögliche Lösung dieser Leerstelle!

Mit solidarischen Grüßen,
chronik.LE