Am 2.11.2013: Gemeinsam & solidarisch gegen die rassistische Nazi-Kundgebung in Leipzig-Gohlis

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz zur Stimmungsmache gegen den Moscheebau in Leipzig-Gohlis

>>> Seit dem Bekanntwerden eines geplanten Moscheeneubaus in Gohlis sind aus Teilen der Bürger_innenschaft vorurteilsbeladene Stimmen zu vernehmen.
Die, die sich mittlerweile in einer eigenen BürgerInneninitiative gegen die Moschee organisiert haben, sehen etwa das „christliche Abendland“ oder „ihre Ruhe“ bedroht und argumentieren dabei mit islamophoben Vorbehalten.

Für den 2.11.2013 um 11 Uhr hat sich nun auch die NPD in Gohlis an der Kreuzung Georg-Schumann-Straße / Lützowstraße mit einer Kundgebung gegen den Bau der Moschee angekündigt.

Die Neonazipartei will damit an verbreitete Ressentiments gegen Muslima und Muslime anknüpfen. Sie versucht, Feindbilder zu etablieren: Muslim_a und ihre Religion seien generell eine Bedrohung und gehörten nicht zu Deutschland.

Wir sagen: Das ist Rassismus!

Antimuslimischer Rassismus wird von der NPD als Einstiegs-Rassismus eingesetzt. Gemeint sind letztlich alle, die nicht ins Nazi-Weltbild passen. Die NPD greift öffentliche Debatten um bestimmte Migrant_innengruppen und religiöse Minderheiten auf, um sich gesellschaftsfähig zu machen. Dazu nutzt sie eine Religion und verbreitete Vorbehalte gegen diese als Projektionsfläche für ihre rassistische Weltanschauung. Wir setzen dem unsere Solidarität mit allen Opfern von Rassismus entgegen!

Wir stehen für eine offene Gesellschaft ein, in der alle Menschen ohne Diskriminierungen leben können, egal woher sie kommen und egal welcher Religion sie angehören. Muslima und Muslime sind genauso ein Teil unserer Stadt wie die Christ_innen, Jüdinnen und Juden, Angehörige anderer Religionen oder Atheist_innen. Mit unserer humanistischen Grundhaltung wenden wir uns gegen existenten Alltagsrassismus.

Wir berufen uns auf die Religionsfreiheit, die alle Religionen einschließt. Zur Religionsfreiheit gehört die Freiheit, seine Religion auszuüben – ebenso wie die Freiheit nicht zu glauben.

Am 2.11.2013 ab 11 Uhr wollen wir den Nazis gemeinsam zeigen, dass ihr Denken und ihre Argumentation durchschaubar, fadenscheinig und falsch sind und wir uns von ihnen nicht für dumm verkaufen lassen.


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