„Recht auf Zukunft“? Leipziger Neonazis auf dem Weg in die Vergangenheit

Beitrag in der Leipziger Internetzeitung vom 7. Oktober 09


Nach einer Bündnisveranstaltung am 05.12.2008 auf dem Lindenauer Markt veranstalteten einige Neonazis kurzerhand eine Mahnwache vor dem benachbarten NPD-Zentrum Odermannstraße 8.
Foto: Patrick Limbach

Am 17.10. möchten Neonazis durch den Leipziger Osten und die City marschieren. Wenn sie nicht auf Demos gehen, stehen manche in der Fankurve das Bruno-Plache-Stadions, machen Partei-Arbeit oder betreiben Webportale. Was sich tatsächlich hinter unverfänglich klingenden Forderungen nach “Gemeinschaft”, “Gerechtigkeit”, “Freiheit” und “Selbstbestimmung” verbirgt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des braunen Leipziger Sumpfs.

zum Artikel

2 Gedanken zu „„Recht auf Zukunft“? Leipziger Neonazis auf dem Weg in die Vergangenheit“

  1. Mit Interesse habe ich den oben stehenden Artikel gelesen. Neben vielen interessanten Fakten, wird auch wieder darauf hin gewiesen, dass diese Leute in der Fankurve des 1.FC Lok stehen. Das mag sein, weil sich bei einem Fußballverein, wie Lok einer ist, das ganz gesellschaftliche Spektrum widerspiegelt. Und zu dieser Gesellschaft gehören Junge und Alte, Große und Kleine und eben auch Rechte und Linke. Und der im Artikel beschriebenen Unterwanderung der Fanszene, kann man nur inhaltliche Auseinandersetzung entgegen bringen. Das kommt mir zu kurz, bei Lok wie auch in der Öffentlichkeit. Lokfans sind nicht rechtsradikal aber unter ihnen gibt es einige mit dieser Gesinnung. Das mag aber auch auf fast jeden anderen Fußballclub zutreffen. Ich bin Lokfan, stehe auf der Gegengerade des Bruno-Plache-Stadions und werde mich morgen an den Gegendemonstrationen beteiligen. Ich bin gegen Gewalt und gegen Faschismus, aber “Nazis raus” reich nicht. Wir müssen stark genug sein uns inaltlich mit diesen Leuten auseinander zu setzen.

  2. Zu meinem Vorredner:
    Es sind nicht alle Loki’s “Nasen” , aber es sticht immer wieder heraus. Klar, dass der FC Lok kein Fascho-Auffanglager ist, aber wenn ich mir als “Außenstehender” die “Fans” von Lok angucke, frag ich mich schon, wie es sein kann, dass so viele Kahlköpfe dabei sind.

    Aber darum geht es hier im weiteren Sinne nicht.
    Was man leider dem Artikel entnehmen kann – dem auch so ist – dass die Neo-Nazis doch recht gut strukturiert sind, das macht es schwer, dagegen anzugehen.
    Wichtig ist, dass wir heute alle unseren Arsch hoch bewegen und der Vakuumsuppe zeigen, dass Leipzig – und auch Deutschland! – Nazifrei sein soll.
    Lasst nicht zu, dass eine solche Ideologie einfach hingenommen wird. Zeigt den Nazis, dass sie hier nicht willkommen sind! Vermeidet Gewalt, denn diese wirft uns Antifaschisten, Linke und Nachdenkende in ein ähnliches Licht: Und Wir Sind Besser!

    Nazis Raus!
    Schalom bischvil Jißrael!
    Black’n’White together!

Kommentare sind geschlossen.